Bufo cognatus (Präriekröte):
Eigener Bericht <toads@web.de>



meine beiden Bufo cognatus Weibchen


Meine ersten Präriekröten, 2 Weibchen, erhielt ich im Jahr 1999. Drei Jahre später, 2002, konnte ich durch Zufall noch zwei Bufo cognatus Männchen dazu bekommen. Nach Quarantäne und Wurmkur zogen die beiden zu den Weibchen ins Terrarium.

Eines der Männchen war durch Nematodenbefall bereits geschädigt, erholte sich aber wieder prächtig.

Im Frühjahr 2004 verstarb es ohne Anzeichen von Krankheit, vielleicht doch an Spätfolgen der Wurmerkrankung oder Altersschwäche. Die anderen Tiere sind auch jetzt, 2005, noch munter und gesund.



meine beiden Bufo cognatus Männchen


Haltung:

Das Terrarium ist 120x50x60cm groß. Als Einrichtung dienen Kokos-Einstreu, Steine, Korkstücke und eine Wasserschale. Das Substrat halte ich für gewöhnlich sehr trocken, nur einzelne Bereiche feucht. Das Badewasser wechsle ich sobald es verschmutzt ist, vorzugsweise gegen abgestandenes Leitungswasser.

Das Terrarium steht am Fenster mit später Mittagsonne. Zwei Leuchtstoffröhren über dem Terrarium (1x GroLux, 1x Daylight) dienen als zusätzliche Beleuchtung. Es gibt keine zusätzliche Heizung: normale Zimmertemperatur ca 20C (im Herbst nachts um 15C im Sommer tagsüber bis zu 30C).

Gefüttert wird bei mir normalerweise etwa 1-2 mal die Woche, in erster Linie Heimchen/ Kurzflügel-grillen, seltener Wachsmottenraupen und Stubenfliegen - alles eingestäubt mit Vitamin-Calcium-Präparat für Amphibien "Amit-A". Damit alle etwas abbekommen, wecke ich die Tiere, die gerade schlafen, und gebe allen außerdem noch eine kleine Dusche.



meine beiden Bufo cognatus Weibchen



Nachzucht:

Bisher ist mir die Nachzucht nicht gelungen.

Obwohl ich bei meinen Bufo cognatus auch bei kühler Überwinterung keine nachteiligen Auswirkungen feststellen konnte, habe ich seit dem Verlust all meiner Bufo speciosus, deren Krankheit während der Winterruhe 2002 ausbrach (Dermosporidium), keine echte Winterruhe bei Temperaturen < 10C mehr riskiert.

Die Winter 2003 und 2004 haben die Tiere in ihrem Terrarium bei einer Raumtemperatur von ca. 15C verbracht.

Trotz dieser relativ warmen Winter-Temperatur graben sich die Kröten Mitte Dezember ein und bleiben bis Ende März völlig inaktiv. Erstaunlicherweise scheinen die Tiere in dieser Zeit nicht an Gewicht zu verlieren. Da Bufo cognatus eine relativ weit verbreitete Art ist, könnte es sein, dass die Tiere zwar dazu in der Lage sind kalte Winter zu überstehen, diese aber nicht unbedingt benötigen.


Nachzuchtversuch Mai 2003:

Da Bufo cognatus nahe verwandt mit Bufo speciosus ist, habe ich nach der Überwinterung bei ca. 10C einen Nachzuchtversuch wie bei Bufo speciosus unternommen. Der Aufenthalt im Beregnungsbecken dauerte mit mehreren Unterbrechungen vom 1. bis 29. Mai 2003. Trotz Klammern kam es in der Zeit nicht zum Ablaichen.

Um einen weiteren Monat verlängert mit weiterhin jeweils ein paar Tagen Unterbrechung hätte der Versuch vielleicht erfolgreich enden können. Leider fehlte mir die Zeit.

Ein paar Fotos/Filme:




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Nachzuchtversuch August 2004:

Im August 2004 gab es mehrwöchig starke Regenfälle, sodass ich einen erneuten Nachzuchtversuch startete. Diesmal verzichtete ich auf einen kompletten Umbau des Terrariums zum Wasserbecken. Der Wasserteil nahm 50 % des Terrariums ein. Es wurde nicht beregnet.

Diesmal waren beeindruckend laute Rufe zu hören, da die Weibchen wohl zum Wasser gelockt werden sollten. Tonlage und Lautstärke sind unglaublich. Am ehesten ist der Ruf noch vergleichbar mit einem Presslufthammer, aber er ist höher und schriller.

Wave Sound File
(.wav)



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ber mehrere Tage wurde das klammernde Männchen auch an Land herumgetragen. Aber auch dieser Versuch brachte keinen Erfolg. Vermutlich ist August ein zu später Monat fr die Fortpflanzung.